Rezension: Meinen Hass bekommt ihr nicht - Antoine Leiris

18. Juni 2016 0 Kommentare · Kommentar schreiben


Hallo ihr Lieben,
eigentlich wollte ich eine Rezension über einen Eheratgeber schreiben, jedoch erreichte mich gestern das Buch "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris. Ich habe es natürlich direkt angefangen zu lesen und bin so begeistert von dem Buch, das jetzt schon eine Rezension folgt und ich meine andere Rezension verschiebe.

Das Buch hat mir Bloggerportal  kostenlos zur Verfügung gestellt (Danke an dieser Stelle!).

Zu dem Buch:

Titel: Meinen Hass bekommt ihr nicht
Autor: Antoine Leiris
Originaltitel: Vous n'aurez pas ma haine 
Seiten: 144
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2016
Buchreihe: nein
„Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.“






Am 13. November 2015 sah Antoine Leiris seine Frau Hélène zum letzten Mal – sie wurde an diesem Tag mit neunundachtzig weiteren Personen im Konzertsaal Le Bataclan Opfer der Terroranschläge in Paris. Während die Welt geschockt und in tiefer Trauer versuchte, eine Erklärung für das Unfassbare zu finden, postete der vierunddreißigjährige Journalist auf Facebook einen offenen Brief. In bewegenden Worten wandte er sich darin an die Attentäter und verweigerte „den toten Seelen“ seinen Hass – und den seines siebzehn Monate alten Sohnes Melvil. Die Botschaft ging um die Welt. Er, der an jenem Tag die Liebe seines Lebens verlor, hatte nur eine Waffe: seine Worte. Das Grauen, der Verlust und die Trauer haben Antoine Leiris‘ Leben erschüttert. Ehrlich und ergreifend schildert er Momente aus einem zerstörten und doch so zärtlichen Alltag zwischen Vater und Sohn – und sagt damals wie heute, dass das Leben trotzdem weitergehen soll. Antoine Leiris trotzt dem Terror und der Gewalt mit einer bewegenden und hoffnungsvollen Botschaft: „Meinen Hass bekommt ihr nicht“.

(Buchinfo: siehe Randomhouse.de )


Zum Autor:

Antoine Leiris ist ein Journalist aus Paris, der bei dem Terroranschlag in Paris am 13.11.2015 seine Frau verlor. Darauf hin hat er einen Post bei Facebook veröffentlicht, den sicher viele von euch gelesen haben. In dem Buch schildert er seine Gedanken und Gefühle vor, während und nach des Anschlags.


Meine Meinung:

Als ich das Buch gestern erhalten habe, konnte ich es nicht abwarten es zu lesen. Ich habe direkt angefangen und hatte es innerhalb von einer Stunde bereits zur Hälfte gelesen. Die Thematik ist wirklich sehr interessant, da jeder bei dem Anschlag von Paris schockiert war und mitgetrauert hat. Ich hatte während des Lesens die ganze Zeit ein sehr bedrückendes Gefühl und Gänsehaut am ganzen Körper, da das Buch einen so unglaublich gefesselt hat. Zwischendurch musste man einfach tief Luft holen und selber verarbeiten, was dort alles geschildert wurde, da es mir persönlich sehr nahe gegangen ist, da ich kurz vorher selber in Paris war und auch vor wenigen Wochen erneut.
Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, kurz vor dem Anschlag, während des Anschlags und danach. Auch der Facebookpost, der in den sozialen Netzwerken die Aufmerksamkeit vieler erregt hatte, ist in einem Kapitel Thema.
Die Kapitel sind alle sehr kurz, ungefähr 2-10 Seiten. Dies ist aber auch nötig, da man nach jedem Kapitel einmal tief Luft holt und sich im Klaren wird, wie schrecklich das alles war bzw. immer noch ist.

Ich persönlich würde das Buch wirklich jedem uneingeschränkt weiterempfehlen, da es sehr bewegend ist und man sieht, wie man einen so grausamen Verlust verarbeitet. Alleine der Schreibstil bringt es einem, wie ich finde, sehr nahe.


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