Kirsty Logan – “The Gracekeepers”

26. April 2016 0 Kommentare · Kommentar schreiben




“The Gracekeepers” ist das neueste Buch der Autorin Kirsty Logan, welches mir von BloggdeinBuch kostenlos zur Verfügung gestellt wurde (Danke!)

"For readers of The Night Circus and Station Eleven, a lyrical and absorbing debut set in a world covered by water." – Penguin Randomhouse

"The Gracekeepers" ist ein Fantasieroman, der in einer Welt spielt, die fast völlig aus Wasser besteht. Die, die auf dem Land leben, werden landlocker genannt, alle anderen, sind die damplings. Beide Parteien mögen sich nicht und sind auch nur sehr ungern auf dem "fremde Terrain". Es geht hauptsächlich um die Personen North, einer dampling und Mitglied eines Zirkus, und Callanish, die eigentlich ein landlocker ist, jedoch von der Mutter verstoßen wurde und auf dem Wasser auf einem Boot als Gracekeeper lebt und Bestattungen für Verstorbene auf See ausführt. Es wird alles sehr detailreich beschrieben, weshalb man förmlich in die Fantasiewelt gezogen wird.

Es kommen viele Figuren vor, neben den beiden Hauptcharakteren Callanish und North, kommen noch die Zirkusmitglieder vor und erhalten alle ein eigenes Kapitel, in denen sie genauer beschrieben werden. Auf Callanish und North wird zwar auch eingegangen, jedoch lässt Kirsty Logan meiner Meinung nach auch sehr viel Raum für die eigene Fantasie des Lesers übrig, was mich teilweise etwas unzufrieden lässt (zum Beispiel warum die Welt nun so ist, wie sie ist).
Der Anfang und der Schluss sind etwas schleppend und langatmig, wohin gegen der Mittelteil sich mit Ereignissen überschlägt und zu viel auf einmal geschieht. Ich hätte mir eine größere Ausgeglichenheit hierbei gewünscht, jedoch stört es nicht unbedingt den Lesefluss, da es doch eine sehr ruhige Geschichte ist und zum Schluss nicht viele Überraschungen übrig bleiben.

Ich muss sagen, dass obwohl ich in meinem Studium sehr viel auf Englisch lese, es mir anfangs etwas schwer gefallen ist mit den Begrifflichkeiten, da Kirsty Logan teilweise erfundene Wörter verwendet, die man sich erstmal erschließen muss. Die ganzen Zusammenhänge begreift man jedoch nach einigen Seiten und lassen sich gut erschließen, sodass sich die Geschichte nach einiger Zeit und etwas rantasten sehr gut liest. Für Anfänger wäre das Buch jetzt nicht unbedingt geeignet, da man ein Gefühl dafür haben muss, welche Begriffe jetzt erfunden sein könnten und welche nicht.
Mein Fazit ist, dass die Geschichte eine wirklich schöne Atmosphäre vorzuweisen hat und sie sehr ruhig ist und dies einen beim Lesen selber auch beruhigt. Jedoch hat die Geschichte keine wirkliche Handlung und es werden einige Fragen offen gelassen. Wer jedoch auf eine ruhige, fantasievolle Geschichte mit einer magischen Atmosphäre hat und gut englisch kann, der wird sich garantiert mit der Geschichte anfreunden, auch wenn es keine wirkliche Handlung gibt.